Orgelbauer Goll

Aktuelles

Seit dem Freitag, 4. Dezember 2020 sind alle sechs Bände meiner wissenschaftlichen Monografie der Luzerner Orgelbauerdynastie Goll bei epubli (https://www.epubli.de/shop/Kategorie/2701) veröffentlicht und können dort in guter Qualität einzeln bestellt werden. Die sechs Bände sind in Druckausgabe seit dem 5. August 2021 auch im Stadtarchiv Luzern vorhanden und werden in dieser Form nach und nach an alle weiteren relevanten Archive und Institutionen ausgeliefert werden.

Bereits seit dem 9. November 2018 ist die Webseite www.orgelbauergoll.ch online. Dort sind die sechs Bände meiner Goll-Monografie als PDF-Dokumente in guter Qualität abrufbar. Alle Bände können nach wie vor heruntergeladen werden. Sie unterstehen alle dem Copyright.

  • Die Bände 1-3 enthalten die Geschichte der Orgelbauerdynastie Goll ab der Geburt von Friedrich Goll 1839 bis 1971 mit einem Schwerpunkt auf der Zeit 1869-1927.
  • Der Band 1 behandelt Friedrich Goll (1839-1911) und seine Firma bis zu seinem Tod und im Anhang den Luzerner Orgelbauer Johann Andreas Otto (1838-1914).
  • Der Band 2 enthält die Firmengeschichte unter Karl Goll (1876-1967) bis zum Konkurs von 1927 und im Anhang eine Abhandlung über die Orgelbau AG Willisau (1927-1939).
  • Der Band 3 befasst sich mit der Zeit nach dem Konkurs unter Paul Goll (1880-1955) und später unter Friedrich Goll-Tschumi (1922-1971). Im Anhang findet man einen geschichtlichen Überblick über die Luzerner Orgelbaufirma Cäcilia, die vom langjährigen Goll-Mitarbeiter Alfred Frey 1939 gegründet und jahrzehntelang sehr erfolgreich geführt wurde.
  • Der Band 4 befasst sich mit dem künstlerischen und technischen Schaffen der Firma Goll in der Zeit 1869-1927.
  • Der sehr umfangreiche Band 5 enthält die Biografien von 220 Goll-Mitarbeitern und zahlreichen Experten in der Zeit 1869-1927.
  • Der Band 6 enthält das komplette Werkverzeichznis der Firma Goll der Zeit 1869-1927. Dieses Werkverzeichnis wird zu einem späteren Zeitpunkt mit den Arbeiten ab 1928 bis heute ergänzt werden.

Seit Mitte Juli 2020 ist auch das vollständige historische Inventar aller Orgeln der Firma Goll aus der Zeit von 1869 bis 1927 (Opus 1-599 und zahlreiche Orgeln ohne Opusnummer) in guter Qualität abrufbar. Alle Bände können heruntergeladen werden. Sie unterstehen dem Copyright.

Das historische Inventar enthält fast alle Dispositionen (nur zwei Dispositionen konnten nicht aufgefunden oder rekonstruiert werden!), sowie Fotos und Zeichnungen von ca. 5/6 aller zwischen 1869 und 1927 gebauten Orgeln der Firma Goll.

Das Überarbeiten des Inventars hatte auch diverse kleinere Korrekturen und Ergänzungen in den sechs Bänden der Monografie zur Folge. Zumeist ging es um das Anpassen und Abgleichen von Bezeichnungen oder Namen. Im Band 6 mussten die Trakturbezeichnungen ab 1902 sehr häufig ergänzt werden. Die bekannten Opuslisten der Firma Goll sind bezüglich der Traktursysteme stark irreführend, denn auch in der Epoche nach 1902 besassen zahlreiche Goll-Orgeln mit neuen Opusnummern mindestens teilweise (pneumatische) Kegelladen.

 

Zur Monografie der Orgelbauerdynastie Goll

Ab September 2006 bis Mitte 2020 habe ich mein Lebenswerk, die wissenschaftliche Monografie der Luzerner Orgelbauerdynastie Goll im Zeitfenster 1839 (Geburt von Friedrich Goll) bis 1971 (Tod des letzten Vertreters der Dynastie) geschrieben mit einem Schwerpunkt auf der Zeit der so genannten "alten Firma Goll" bis 1927. Diese Arbeit bietet eine Fülle von bisher unbekannten oder ungenügend dokumentierten orgelhistorischen Informationen. Es war geplant, zum Jubeljahr 2018 eine Festschrift aus dem Material zu veröffentlichen. Der dafür vorgesehene Lektor hatte im November 2017 mit dem Lektorat begonnen, dieses aber nach dem Kürzen des ersten Bandes aus verschiedenen Gründen niedergelegt. Darum konnte vorerst keine gedruckte Festschrift zum Jubiläumsjahr 2018 erscheinen.

Um das Wissen um das Schaffen der Orgelbauerdynastie Goll von 1868 bis 1971 dennoch als Erster einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, habe ich seit dem 22. März 2018 die Herausgabe selbst in die Hand genommen. Ich habe die Monografie, die bisher eher wie eine Chronik daherkam, komplett umgebaut, korrigiert und leserfreundlicher gestaltet. Ab August 2018 haben sich zwei Lektorinnen und ein Lektor der einzelnen Bände angenommen. Der erste Band konnte bereits am 9. November 2018 auf die oben genannte Webseite gestellt werden. Am 4. Dezember 2020 konnte ich schliesslich die sechs Bände der Monografie bei epubli veröffentlichen (https://www.epubli.de/shop/Kategorie/2701).

In den nächsten Jahren werde ich eine ca. 400 Seiten starke Zusammenfassung der Monografie vorbereiten und herausgeben. Dafür geeignete Anlässe sind in naher Zukunft zur Genüge vorhanden (2026: 150. Geburtsjahr von Karl Goll, 2027: 60. Todesjahr von Karl Goll, 2028: 100 Jahre Orgelbau Goll im Tribschen, 2030: 150. Geburtsjahr von Paul Goll etc.).

 

14 Jahre Arbeit

Mein Goll-Archiv mit Dokumenten und Fotos zu den Orgeln umfasst Ende 2020 genau 115 prall gefüllte Bundesordner, dazu kommen zahlreiche weitere Ordner mit Fotos von Personen und Dokumenten und ein digitales Archiv, das dem gedruckten Archiv im Umfang mindestens ebenbürtig ist. Insgesamt besitze ich die Kopien der Orgelakten von mehr als 200 Kirchgemeinde- und Pfarreiarchiven. Weitere 41 Bundesordner sind mit Korrespondenz gefüllt, die ich mit den Kirchgemeinden und anderen Institutionen geführt habe.

Am 14. Januar 2014 habe ich im Bischöflichen Archiv in Chur ein gedrucktes Schreiben von Friedrich Goll gefunden, welches das genaue Datum der Übernahme des Haas'schen Geschäfts, nämlich den 15. Mai 1868 nennt. Bis 2014 war wegen unterschiedlicher Angaben in den Quellen unklar, ob die Geschäftsübergabe im Jahr 1867 oder im Jahr 1868 erfolgt war.

Mit Ausnahme der viermanualigen Goll-Orgel von 1906 in Brüssel habe ich seit 2006 sämtliche noch erhaltenen Goll-Orgel der Epoche 1869-1927 besucht. Die Fahrten zu den 1908 erbauten Goll-Orgeln in Cannes (Juli 2013) und Alassio (Mai 2014) waren die weitesten all der unzähligen Reisen, die ich im Rahmen meiner Recherchen unternommen habe.

Anders als beispielsweise in der Firma Kuhn ist in der Firma Goll kein Angestelltenbuch der alten Firma bis 1927 mit Namen von Mitarbeitern erhalten. Trotzdem konnte ich nach sehr intensiver Recherche ein Kapitel über die Arbeiterschaft der Firma Goll bis 1927 erstellen - eine Arbeit die enorm viel Einblick ins damalige, oft sehr mühevolle Leben der Orgelbauangestellten ermöglichen wird und auch mehrere berührende Einzelschicksale aufzeigt. Insgesamt konnte ich für die Zeit von 1869 bis 1927 nicht weniger als 220 Angestellte nachweisen und zum grössten Teil ausführlich portraitieren. Bei all meinen Recherchen erhielt ich stets breiteste Unterstützung im In- und Ausland. Im Januar 2016 konnte ich eine originale Obligation der Bank Sautier erwerben, die an beiden Konkursen der Firma (1922 und 1927) massgeblich beteiligt war, sowie eine originale Aktie der Orgelbau A.-G. Willisau, ausgestellt auf die Pfeifenmanufaktur Giesecke & Sohn.

Der erste, biografische Teil des Buches beinhaltet in sechs Bänden die komplette Geschichte der Orgelbaufirma und der Orgelbauerfamilie Goll (Luzerner Zweig) inklusive eine vollständige Werkliste (mit und ohne Opusnummern). Auch viel Vergessenes und unrichtig bis krass falsch Überliefertes konnte ich zweifelsfrei berichtigen und wissenschaftlich beweisen. Zwei sehr ausführliche Exkurse im Anhang behandeln die parallel zur Firma Goll in Luzern tätigen Orgelbauer Johann Andreas Otto und Alfred Frey (Orgelbau Cäcilia). Auch kann sehr viel Neues und bisher Unbekanntes zur Gründung und zum Betrieb der Firma Orgelbau A.-G. Willisau präsentiert werden.

Der zweite Teil meines Werks enthält das vollständige historische Inventar aller 627 zwischen 1869 und 1928 erstellten oder durchgreifend umgebauten Orgeln der Firma Goll, zumeist mit Abbildung und Disposition und umfasst 1100 Seiten. Nur von knapp 60 Instrumenten fehlen mir noch die Abbildungen; allerdings habe ich Beschreibungen einiger dieser Instrumente und konnte ihnen durch Querverweise auf gleich gebaute Instrumente ebenfalls ein Gesicht geben. Auch konnte ich in den letzten Jahren die allermeisten der zahlreichen nicht angeschriebenen Fotos aus Paul Golls Nachlass (Archiv Orgelbau Goll) zweifelsfrei identifizieren oder identifizieren lassen, zuletzt im Juni 2017 die Orgel von Martin Braun (1868) in Sins AG.

Ebenso konnte ich im Oktober 2016 einige teils höchst interessante Fotos von Kirchen (Innen- und Aussenaufnahmen), Prozessionen etc. aus dem Nachlass von Paul Goll zuordnen. Im ersten Quartal 2020 gelang es mir, ein weiteres Bild aus dem Nachlass von Paul Goll zuzuordnen. Es zeigt den Kaplan Joseph Zbinden (1822-1913) vor der Kapelle St. Wolfgang in Düdingen FR im Jahr 1908.

 

Orgelbilder-Suche

Ich suche dringend noch alte Fotos verschwundener Goll-Orgeln, so aus der katholischen Kirche St. Niklaus SO, der katholischen Kirche Oensingen SO, aus dem Seminar Hofwil BE, der reformierten Kirche Walkringen BE (vor 1936), der reformierten Kirche Signau BE, der katholischen Kirche Widnau SG, den evangelischen Kirchen Hemberg SG und Ganterschwil SG, der alten, vor rund 80 Jahren abgebrochenen alten katholischen Kirche Aarau AG, dem Krematorium Aarau AG, dem Kantonsspital Aarau AG, der Herz Jesu-Kirche Binningen BL, der Klosterkirche Melchthal OW, der abgebrochenen alten katholischen Kirche Rickenbach LU, der Sentikirche Luzern LU, der Klosterkirche Gonten-Jakobsbad AI, der Peterskirche Wil SG, der katholischen Kirche Gerliswil-Emmenbrücke LU etc. Wer ein solches Bild hat, vielleicht von einer Hochzeit, einer Primiz oder einer Konfirmation etc., soll mich bitte kontaktieren.

 

Vorpublikationen

Im Jahr 2011 publizierte ich in "Ars Organi" und in "Musik & Liturgie" zwei Aufsätze über das Leben und Werk von Friedrich Goll (1839-1911) zu dessen hundertstem Todesjahr erscheinen, quasi als stark gekürzte Vordrucke des Hauptwerkes. Ende 2014 erschien in "Ars Organi" mein Artikel über Golls langjährigen Intonateur Walter Drechsler, ebenfalls als Vorabzug aus der Monografie. Ein weiterer Vorabzug, nämlich die vollständige Monografie des neben Goll in Luzern wirkenden Orgelbauers Johann Andreas Otto, erschien im September 2017 ebenfalls in "Ars Organi". Ende 2018 wurde in Acta Organologica, Band 35, mein Artikel über Anton Dernič als Vorabzug aus dem Band über die Mitarbeiter der alten Firma Goll veröffentlicht.

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